Für das Projekt Nach Anna Lülja Praun arbeiten Nicole Six und Paul Petritsch seit 2016 an
einem Bild-Archiv, das aktuell 30 Standorte und ca. 60 Objekte beinhaltet. Sie verfolgen Anna Lülja Prauns Spuren in der Architektur-
und Designgeschichte Österreichs, die als eine der ersten Frauen in Graz Architektur studierte und als Pionierin und Einzelgängerin
ein vielfältiges Werk hinterlassen hat. Ihre Gestaltungs- und Entwurfsmethoden führten zu individuellen innenarchitektonischen
Lösungen und stellten die Bedürfnisse der Auftraggeber*innen ins Zentrum. Ihr Atelier in Wiens achtem Bezirk fungierte als
Anlaufstelle für junge Künstler*innen, für die Anna Lülja Praun ein kritisches Gegenüber war.
In salonartigen Arbeitssituationen
versammeln Nicole Six und Paul Petritsch im Blickle Raum Personen, die das Projekt in unterschiedlichen Intensitäten und Funktionen
begleiten. Ihr Bild-Archiv, sowie persönliche Beiträge in Form von Objekten, Erforschtem und Erzähltem, Dokumentiertem und
Erinnertem münden in einer prozesshaften Zusammenschau, einem sich flüchtig manifestierenden Zwischenstand des Projekts.
Dabei stellen sich Fragen zu einem möglichen Umgang und der Bedeutung von Archiven und zu Verortung und Aktualisierung von
künstlerischer Arbeit. Was bleibt?
Mit Beiträgen von: Dieter Auracher, Harald Bichler, Aneta Bulant
& Klaus Wailzer, Claudia Cavallar, Carola Dertnig, Judith Eiblmayr, Nikolaus Fuchs, Manuel Gorkiewicz, Sebastian Hackenschmidt,
Gabriele Kaiser, Martina Kandeler-Fritsch, Angelika Kaufmann, Christian Kosmas Mayer, Isabella Marboe, Thomas Moser, Flora
N. Galowitz, Hans Schabus, Nina Schedlmayer, Tina Schelle, Antje Senarclens de Grancy, Manuel Singer, Christian Witt-Dörring
Kuratiert von: Tina Schelle
Die Universität für Angewandte Kunst unterstützt die Publikation
zu diesem Projekt.
Öffnungszeiten Mittwoch bis Freitag 16–18:00 Uhr und nach Anmeldung
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